| Distelfinkgeschichte |
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Im Volksmund werden die Niedernhaller oftmals "Distelfinken" genannt. Dieser Spitzname erinnert an eine Begebenheit aus längstvergangenen Tagen: Ein Schultheiß hielt einen Vogel, einen Distelfinken, zu Hause in einem Käfig. Der Vogel entflog eines Tages aus dem offenen Bauer. Damit das Vögelchen nicht aus der Stadt entkommen konnte, ließ der Schultheiß auf Anraten seiner Frau die Stadttore schließen.... Die Meinung der Zeitgenossen zu solchem Geistesblitz lässt sich ausmalen. Die Niedernhaller sind seither die "Distelfinken". Doch man hört diesen Namen heute nicht mehr ungern, zumal er als Qualitätsbezeichnung für die Vielfalt der örtlichen Weine weit über die Stadtgrenze hinaus einen guten Ruf genießt. Die Menschen hier können auch über sich selbst lachen. Diese Mentalität macht die Stadt so sympatisch. Das "Niedernhaller Distelfinkenlied" von Hermann Vogtherr ist zur lokalen Hymne geworden und wird auch heute noch, am Ende mancher Veranstaltung von den einheimischen Besuchern mit Inbrunst gesungen: Distelfinkenlied
Wir
sind die Distelfinken, wir sind ein munt'rer Chor. Hermann Vogtherr
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